Das “neue” Web
Im Internet hat in den vergangenen Jahren ein Kulturwandel stattgefunden. Das Web ist zum Kollaborations- und Partizipationsmedium geworden. Millionen von Menschen nutzen heute das Netz zum Austausch und zur Organsiation von Informationen, Bookmarks, Bildern, Audiofiles und Videos.
Mit verantwortlich für diesen Kulturwandel sind soziale Softwareanwendungen, wie Weblogs, soziale Netzwerkseiten wie MySpace, Wikis, Foto Sharing Seiten wie Flickr, soziale Bookmarkmanager wie del.icio.us, Filesharing Software wie Bittorrent und zahllose andere Anwendungen, mit denen wir uns noch befassen werden.
Sie alle unterstützen menschliche Kommunikation, Interaktion und Zusammenarbeit und zeigen neue Möglichkeiten des Umgangs mit dem Rohmaterial Information auf.
Steven Johnson, Autor von Interface Culture und Emergence, vergleicht in seinem im Wissenschaftsmagazin “Discover” erschienen Artikel Web 2.0 Arrives das “alte” Web mit seinen statischen Seiten mit einer Wüste, in der der Großteil der Informationen kaum wahrgenommen wird und langsam “vertrocknet”. Im neuen, von sozialen Softwarediensten angereicherten Web, ist Information hingegen die Engergie des Ökosystems Web:
In the Web 2.0 model, we have thousands of services scrutinizing each new piece of information online, grabbing interesting bits, remixing them in new ways, and passing them along to other services. Each new addition to the mix can be exploited in countless new ways, both by human bloggers and by the software programs that track changes in the overall state of the Web. Information in this new model is analyzed, repackaged, digested, and passed on down to the next link in the chain. It flows.
Durch soziale Softwareanwendungen wird auch die Eintrittsschwelle zur Partizipation radikal herabgesetzt. Dadurch verschieben sich auch traditionelle Rollenbilder. Aus “Konsumenten” werden “Produzenten”. Inhalte werden nicht mehr nur “rezipiert” oder “konsumiert” sondern bearbeitet, kommentiert, mit Hilfe von sozialer Software in persönliche Bezugsrahmen eingepasst und miteinander vernetzt.
“Kollektive Intelligenz”
Kevin Kelly, der Herausgeber des Technologiemagazins “Wired” schreibt in seinem Text We aret the Web, einer Bestandsaufnahme des “neuen Netzes”, über die Revolution, die durch soziale Anwendungen im Netz losgetreten wurde:
“At its heart was a new kind of participation that has since developed into an emerging culture based on sharing. And the the ways of participating unleashed by hyperlinks are creating a new type of thinking - part human and part machine - found nowhere else on the planet or in history.”
Diese neue Art der maschinell unterstützten kollektiven Intelligenz wird uns in den folgenden Wochen beschäftigen. Im Mittelpunkt wird dabei der praktische Umgang mit Weblogs und Podcasting stehen.
Weblogs waren in gewisser Weise die Vorboten des partizipativen Netzes. Wir werden uns zunächst mit dem Weblogformat und den neuen kommunikativen Möglichkeiten, die es bietet, beschäftigen.
Web 2.0 Reader
Software, Services
eHub - constantly updated list
Artikel, meta
Approaching a Definition of Web 2.0 - The Social Software Weblog
Remix and Remixability - Lev Manovich
We Are the Web - Kevin Kelly, Wired Magazine, August 2005
What is Web 2.0 - Tim O’Reilly
Web 2.0 Arrives - Steven Johnson
Das Web sind wir - Mario Sixtus, Technology Review, Juni 2005
Social Machines - Wade Roush, MIT Technology Review, August 2005
Web Content by and for the Masses - John Markoff, New York Times, 29. Juni 2005
Tim Berners-Lee on the read/write web - BBC News, 9. August 2005
Technologies of Cooperation - Howard Rheingold
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