Tagging

“I look to see who the other people are on del.icio.us who tag the same things that I think are important. Then, I can look and see what else they’ve tagged … And isn’t that part of the collective intelligence of the web? You meet people who find things that you find interesting and useful - and that multiplies your ability to find things that are interesting and useful, and other people feed off of you.” - Howard Rheingold

Das so genannte Tagging erlaubt das Zuordnen von frei definierten Schlagwörtern zu Inhalten einer Website. Dies können Weblog-Posts, Podcasts, Bookmarks oder Fotos sein. Inhalte werden mittels Tagging von ihren AutorInnen kategorisiert. Tags werden häufig in so genannten Tag-Clouds dargestellt.

tagcloud

Je häufiger das Schlagwort benutzt wird, desto größer wird es in der Tag-Wolke dargestellt. So lässt sich einerseits schnell vermitteln welche Inhalte auf einer Website zu finden sind. Bei einer Reihe von Anwendungen lassen sich die unter einem Tag abgelegten Inhalte auch mittels RSS-Feed abonnieren.

Soziale Verbindungen
Bei einer Reihe von Web-Services dienen die user-generierten Klassifikationen auch als Schnittstelle zum Sozialen. So können etwa beim sozialen Bookmarkservice del.icio.us über Tags auch Inhalte eingesehen werden, die von anderen UserInnen mit dem selben Schlagwort versehen wurden. In der Foto-Sharing-Community Flickr werden über Tags Fotos und UserInnen miteinander kurzgeschlossen.

Technorati-Tags
Auch Weblog-Postings können mit Tags versehen werden. Der Weblog-Index Technorati indexiert Weblog-Posts, die getaggt wurden und ermöglicht so die dezentrale Organisation von Inhalten nach Schlagwörtern. Es wird auch ein HTML-Code angeboten, der in Weblog-Postings integriert werden kann.

< a href="http://technorati.com/tag/[tagname]" rel="tag">[tagname]< /a> 

Das Posting wird so auf der Technorati/Tags-Site referenziert. Auf diese Weise werden Inhalte, die unter dem selben Tag/Schlagwort gepostet werden aggregiert und können auch mittels RSS abonniert werden.

Siehe dazu auch:
Using Technorati Tags

Technorati Tag Generator

Technorati Tags: an introduction - A Consuming Experience

Technorati takes tags global - Ross Mayfield, Many to Many

The tagging revolution continues - David Weinberger

Tags sind nicht zuletzt deshalb interessant, weil sie Strukturen in User-generierte Inhalte bringen und das Finden und Austauschen von Informationen erleichtern. Viel versprechend ist das “Bottom-up”-Tagging auch deshalb, weil dabei sowohl individuelle, als auch soziale Gratifikationen geboten werden. Einerseits ermöglichen es Tags, die eigenen Sammlungen von Postings, Links, Fotos zu strukturieren, andererseits entstehen durch die Übertragung dieser individuellen Klassifikationen ins Soziale Feedback-Schleifen und Gruppenbildungen.

Sichtbare Metadaten
Tags, die auch Folksonomies genannt werden, sind sichtbare Metadaten und haben auch die Diskussion um das semantische Web belebt. Dabei geht es im Wesentlichen darum, Daten im Netz mit so genannten Meta-Daten (Daten über Daten) zu versehen, um sie sinnvoll (d.h. in diesem Fall auf den jeweiligen Kontext der Daten bezogen) maschinell lesbar zu machen. Folksonomies - der Begriff ist ein Zusammenschluss aus den Wörtern “Folk” und “Taxonomy” - sind User-generierte Klassifikationen von Inhalten. Dabei werden nicht vorgegebene Klassifikations-Schemata verwendet, sondern frei gewählte Schlagwörter. Im Gegensatz zu vorgegebenen Taxonomien, wie sie für das Modell des semantischen Webs diskutiert werden, argumentieren Befürworter der Methode, spiegeln Folksonomies die Art und Weise wie Leute Informationen organisieren viel besser wieder.

Siehe dazu unter anderem auch:

Semantisches Web - Wikipedia

Folksonomy - Wikipedia

Folksonomy - Clay Shirky, Many2Many

Off the Top: Folksonomy Entries - Thomas Vander Wal

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